Re: Photoshop-Illustrator


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Abgeschickt von Michael Albers am 27 August, 2007 um 13:49:40:

Antwort auf: Photoshop-Illustrator von Tobias am 26 August, 2007 um 14:11:24:

Der wesentliche Unterschied ist, wie du schon richtig bemerkt hast, die Tatsache, dass Photoshop ein Pixelprogramm und Illustrator ein Vektorprogramm ist.
Wenn du beispielsweise ein Logo für eine Firma erstellst, solltest du das unbedingt mit einem Vektorprogramm machen und nicht mit Photoshop. Ein Logo wird über Jahre für alles mögliche gebraucht, beispielsweise auch um sich riesige Drucke für die Werbung an der Hauswand oder auf Lichtkästen zu erstellen. Mit einer Vektorgrafik hat man für solche Einsätze keine Probleme mit der Auflösung, da diese immer gestochen scharf ist.
Ein andere Anwendungsmöglichkeit für Vektorgrafikprogramme sind Prospekte. Sicher, auch das kann man mit Photoshop machen, aber wenn man sich mit Vektorgrafik auskennt, ist das meiner Ansicht wesentlich einfacher. Ich kenne Illustrator zwar nicht so gut, sondern arbeite mit Corel Draw, aber die Unterschiede sind nicht so groß. So hat man z.B. Funktionen für das Erstellen von Faltblättern und Heften, die in der Mitte gefaltet, ineinander gelegt werden. In der Arbeitsumgebung kann man dann die Seiten und Doppelseiten so bearbeiten, wie man sie in Wirklichkeit sieht, während das Programm die Seiten dann in richtiger Reihenfolge ausdruckt. Das sind schon praktische Funktionen, die, wenn man darauf verzichten müsste, zu einem vielfachen Arbeitsaufwand führen würden.

Wenn Prospekte viele Seiten bekommen, ist Photoshop auch deswegen nicht so geeignet, weil die Dateigröße sehr schnell sehr groß wird. Bei einer Auflösung von 300 Dpi geht der PC dann schnell in die Knie (reimt sich sogar). Ganze Bücher macht man dann allerdings mit einem Desktop Publishing Programm, wie beispielsweise Quark Express.

Hast du mal ein Plakat in Größe Din A 1 in Photoshop gemacht. Vor ein paar Jahren, als die Rechner noch nicht so Arbeitspferde waren wie heute, musste man bei diesen Pixelmengen schon ziemlich viel Geduld mitbringen. Auch da bietet sich einfach die Vektorgrafik an. Generell ist der Vorteil einfach der, dass Vektorgrafik nicht mit Pixeln sondern mit Vektoren arbeitet, für grafische Sachen einfach die bessere Lösung.

  1. Kleinere Dateigrößen
  2. keine Probleme mit Auflösung
  3. viele Berabeitungsfunktionen der Vektorwerkzeuge

Auch in Photoshop gibt es Funktionen für Vektorgrafik. Alles was du mit Pfaden machst, sind im Prinzip Vektorgrafiken. In einem Vektorgrafikprogramm hat man für solche Art von Grafiken noch mehr Funktionen und Möglichkeiten. Beide Bereiche überschneiden sich heutzutage. So hat man in Vektorgrafikprogrammen auch Pixelbearbeitungsfunktionen und umgekehrt.
Es kommt immer drauf an, wozu man etwas braucht.
Wenn ich beispielsweise eine Schriftart etwas verändern will, so kommt auch da, eigentlich nur ein Vektorprogramm in Frage. In Corel Draw hat man sogar die Möglichkeit ganze Truetype Font Dateien zu erstellen.

Das schöne an Vektorgrafiken sind auch die harmonischen geschwungenen Formen. Schau die mal bei Blueskyheart die Desktopbilder an. Da sieht man, was man mit Vektorgrafiken alles machen kann. Auch wenn ich mal davon ausgehe, dass hier die Pfadfunktionen von Photoshop benutzt wurden, um die Formen zu erstellen. Bei Eyeball.com sind auch noch ein paar schöne Beispiele.

Alles in allem kann man sagen, wenn man nur mal so für den Hausgebrauch ein paar Grafiken oder mal eine Einladung oder sowas erstellt, kann man das auch alles mit Photoshop machen. Wenn es jedoch ein bisschen professioneller wird, sollte man schon beides können.



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